Trainieren wie die Großen

Jeder kennt den Cooper Test aus seiner eigenen Schulzeit – innerhalb von 12 Minuten ist eine möglichst große Strecke zurückzulegen. Anhand der zurückgelegten Strecke wird dann die Ausdauerleistungsfähigkeit des Probanden beurteilt.

Im Theorieunterricht des Sport-Leistungskurses der Stufe 12 wurde in den letzten Wochen zusätzlich der Conconi-Test behandelt. Mit ihm lassen sich unter anderem die maximale Herzfrequenz sowie die Herzfrequenz  und die Laufgeschwindigkeit an der anaeroben Schwelle bestimmen. Diese Parameter lassen sich neben der Leistungsdiagnostik vor allem für die Trainingssteuerung nutzen.

Im Spitzenbereich erfolgen Leistungsdiagnostik und Trainingssteuerung ausschließlich über den Laktattest. Für die Schüler galt es zu erforschen, welchen Vorteil bzw. welchen zusätzlichen Erkenntnisgewinn ein Laktattest bringt. Hierzu hatte man Marc Humpert von Wallenborn Sporthorthopädie und Leistungsdiagnostik in Köln-Deutz eingeladen. Herr Humpert und sein Team betreuen neben vielen anderen alle Mannschaften des 1.FC Köln ab der U17 aufwärts bis zur Profimannschaft. Er begleitet sie in den Trainingslagern und kontrolliert die Fitnesswerte der Profis im Verlauf der Saison.

Der Kurs hatte sich vorab für die Variante des Feldstufentests entschieden. Hier können auf der 400 m Rundbahn mehrere Personen gleichzeitig getestet werden. Im Labor würde man den Test auf dem Laufband in Kombination mit einer Atemanalyse (Spiroergometrie) absolvieren.

Im Folgenden ist der Ablauf des Laktatstufentests in Bildern dargelegt.

Marc Humpert bei den umfangreichen Vorbereitungsarbeiten zum Feldstufentest.

Die Schüler beim Anlegen der Herzfrequenzsender. Zu jeder Belastungsstufe wird auch die Herzfrequenz gemessen.

Die Blutentnahme erfolgt an einer schmerzunempfindlichen Stelle – besonders geeignet ist das Ohrläppchen.

Herr Humpert erläutert den genauen Ablauf. Der Laktattest ist ein Test bis zur Ausbelastung. Man beginnt mit einer moderaten Belastungsintensität und erhöht dann die Laufgeschwindigkeit pro Belastungsstufe um 0,4 m/sec. Nach jeweils 5 min Belastung erfolgt die Blutentnahme.

Das Team von Wallenborn und der Sport-LK von Herrn Kristek unmittelbar vor dem Start.

 

Über einen Signalton wird die Laufgeschwindigkeit gesteuert…

…ertönt das Signal, so muss das nächste Hütchen erreicht sein. Wer zu weit zurückbleibt, der scheidet aus.

Daniel und Christian zu Beginn – noch recht entspannt.

Daniel und Christian auf der höchsten Belastungsstufe – die Mienen sind schon ernster.

Das Ergebnis: Pro Belastungsstufe und Proband erhält man eine Blutprobe, deren Laktatkonzentration anschließend im Labor bestimmt wird.

Besonders gespannt sind die Schüler nun auf den kommenden Freitag, wenn Marc Humpert die Testergebnisse vorstellen wird.

Begleitet werden diese beiden Projekttage von Christian Seigner und Dominik Merkel, die ihre Facharbeiten über kommerzielle und schulische Ausdauerleistungstestverfahren schreiben.

Ein besonderes Dankeschön geht an den Förderverein des ASG, der dieses Projekt erst ermöglicht hat.

 

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