Der Kubikmeterwürfel der Klasse 5d

Es begann alles in der letzten Woche vor den Osterferien. Frau Spielmans schlug uns vor, einen Kubikmeterwürfel zu bauen. Die meisten von uns fanden dies eine gute Idee und wir starteten direkt mit der Planung:

Zuerst malten wir einen Quadratmeter auf den Boden und rechneten so aus, wie viele Kubikdezimeterwürfel jeder von uns über die Ferien bauen musste.

Luis, Anass und Leon wollten sich außerdem darum kümmern, dass wir ein Metallgestell als „Gerüst“ für unseren Kubikmeter bekamen.

Der Ehrgeiz war groß, doch schnell stellte sich heraus, dass es bei 25 Kindern in der Klasse doch ganz schön viel Arbeit war, jeden 40 kleine Würfel herstellen zu lassen.

So entschieden wir uns schnell, den Würfel nicht auszufüllen, sondern hohl zu bauen – da kam man immerhin auch schon auf insgesamt 600 Kubikdezimeter und 25 pro Person.

Nach den Ferien begann dann die Bauphase: Das Gerüst war da, doch einigen war beim Bauen die Puste ausgegangen, sodass einige Würfel fehlten. – Kein Problem: Wir teilten uns in drei Gruppen auf: Eine kümmerte sich um die weitere Produktion der Kubikdezimeter, eine Kreativgruppe wurde gegründet und die anderen Kinder fingen an, den Kubikmeter zusammen zu bauen.

Die stabilsten Kubikdezimeter hatten Simon und Mira mitgebracht. Simon hatte sie aus Styropor im Baumarkt sägen lassen. Das stellte sich als großer Vorteil heraus, denn sie waren sehr exakt geschnitten und boten ein stabiles Fundament auf dem Boden des Würfels. Miras Würfel waren besonders schön gebastelt, denn sie hatte extra farbiges, festeres Papier besorgt und auch besonders ordentlich gearbeitet. Auch die Würfel von Felix waren sehr exakt hergestellt, was das Zusammenfügen sehr erleichterte.

Während des Bauens waren wir immer wieder selbst erstaunt, dass unser Vorhaben doch länger dauerte als erwartet: Erst in der ersten Doppelstunde schafften wir nur den Boden (das waren ja dann immerhin schon 100 kleine Würfel), bei den Wänden mussten wir dann immer wieder Stabilität und Maße im Auge behalten: Wie genau müssen die Kubikdezimeterwürfel gebastelt sein, damit wirklich zehn in eine Reihe passen? Wie bekommen wir es hin, dass die Wand (vor allem während des Zusammenbaues) nicht schief wird oder umkippt?

Manchmal ist ziemlich viel eben immer noch nicht genug: Um mit der Produktion der Kubikdezimeterwürfel zügig nach zu kommen, richteten wir sogar eine Bastelstraße ein, die das Ganze dann doch ziemlich zügig vorangehen ließ.

Nach einer intensiven Endphase, in der extra einige von uns eine zusätzliche sechste Stunde in der Schule blieben, bastelten wir den Kubikmeter fertig. Linus, Luca und Maurice meldeten sich, um mit Frau Spielmans zusammen den Deckel zu bauen – der war gar nicht so einfach zum Halten zu bringen, aber gutes Klebeband half uns, die kleinen Würfel zum Schweben zu bringen. Nun hatten wir endlich den Kubimeterwürfel fertig.

Schließlich gab es noch ein paar organisatorische Schwierigkeiten zu bewältigen: Die Fußbodensanierung stand an und alles musste aus dem Klassenraum heraus geräumt werden. Der Kubikmeterwürfel passte aber weder durch die Tür noch durch die normal zu öffnenden Fenster.

Also kamen unsere Hausmeister Herr Mainzer und Herr Burger eine Woche später (nach dem Unterricht) in unseren Klassenraum und öffneten das ganz große Fenster, das man sonst gar nicht aufbekommt. Maurice, Frau Spielmans und Herr Mainzer ließen den Würfel mit Hilfe eines Seils durchs Fenster hinunter und Herr Burger und Linus nahmen ihn unten an. Jetzt fuhren wir ihn erstmal ins Stuhllager, damit er nicht beschädigt werden konnte.

Auf unseren Kubikmeterwürfel sind wir ganz schön stolz Lächelnd.

Die Klasse 5d.

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