Schülerinnen und Schüler als Komparsen am Set der Internationalen Filmschule Köln

Kurz vor den verdienten Sommerferien erreichte unsere Schule eine Anfrage aus Köln: „Wir Studenten der ifs internationale filmschule köln produzieren gerade liebe- und hingebungsvoll einen 8-10-minütigen Kurzfilm, der in der Welt 14-Jähriger spielt. Dafür sind wir noch auf der Suche nach einer gemischten Schulklasse, Theater-AG oder einem Sportkurs mit Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 16 Jahren, die in 2 maßgeblichen Szenen als Komparsen neben unseren Schauspielern agieren könnten. Da wir selbst noch Studenten sind, können wir leider nichts bezahlen, aber einen Einblick bieten in den Ablauf eines Filmdrehs. Außerdem darf Brennball gespielt werden und es gibt natürlich ein Catering!“  11 Schülerinnen und Schüler der Klassen 8s und 7b des ASG zögerten nicht lange und investierten mit Zustimmung ihrer Eltern einen schulfreien Samstag für ein Stück praktischer Berufserfahrung.

Die „ifs internationale filmschule köln“ ist eine Initiative der Landesregierung  sowie der Film- und Medienstiftung NRW. Als gemeinnützige GmbH gegründet, sind ihre Gesellschafter die Film- und Medienstiftung NRW und das ZDF. Am Set in Köln-Bickendorf waren alle traditionellen Filmberufe vertreten: Regie, Regieassistenz, Aufnahmeleiter, Kameramann, Runner, Beleuchter, Tonmeister, Maskenbildnerin.

Nach Begrüßung durch den Komparsenbetreuer Sebastian Schimper, Umkleiden und Einweisung durch die Regieassistentin Aline Hochscheid begann der eigentliche Dreh. In den zwei Szenen, für die die Komparsen an der Seite der Schauspieler benötigt wurden, wird Brennball in einer Sporthalle gespielt. Im Unterschied zu den Statisten, die eine Rolle in einer Menschenmenge (z.B. Fußballfans, Publikum, Passanten) ohne eigene Aufgabe spielen, erhält jeder Komparse eine eigene Aufgabe (z.B. eine bestimmte Strecke laufen, Ball fangen oder nicht fangen etc.).

Schnell wurde dann deutlich, dass Ansagen - besser Befehle - der Regisseurin am Set auch bei der x-ten Aufnahme derselben Szene immer ernst zu nehmen sind:

Ruhe bitte!“ - „Alles auf Anfang!“ - „Ton ab!“ - „Läuft!“ - „Kamera ab!“ - „Läuft!“ - „Drei-Sieben die Fünfte“ und die Klappe wird geschlagen - „Schauspieler“ - „Komparsen“ - „bitte!“ und dann läuft die Szene -  …. „danke!“ Unterbrechung durch Anweisungen der Regisseurin, die die Szene am Bildschirm genau beobachtet hat, und dann wieder: „Alles auf Anfang!“...

 Was folgte war die Hauptbeschäftigung  von Darstellern und Komparsen am Set: Warten Lächelnd !

Dank Betreuer Sebastian, Austausch mit den jugendlichen Schauspielern, Sport- oder Talkgelegenheiten außerhalb des Sets, der guten Stimmung untereinander und insbesondere durch eine großzügige Anzahl frisch angelieferter Pizzen in der Mittagspause wussten sich unsere Schülerinnen und Schüler aber zu beschäftigten.

Sie alle lieferten eine geduldige, aufmerksame und disziplinierte Leistung bei der ersten Filmaufnahme in ihrem Leben ab, für die sich nach der finalen Ansage „Drehschluss!“ Produzent Nils Lehmbruck und Regisseurin Luise Brinkmann sehr herzlich bedankten.

Bei einem späteren kurzen Rückblick drückten die Schüler sehr authentisch und treffend ihre Erfahrungen und ihre Bewunderung für die Filmcrew aus: Geduld beim Warten, Disziplin und Perfektionismus in der Arbeit an Details haben Eindruck hinterlassen, und: „Das Catering mit Pizza war natürlich klasse!“  (O-ton Nicolas H.)

Der Film, in dem es um den Druck geht, dem Jugendliche ausgesetzt sind und darum, auf sein eigenes Herz zu hören, wird nun im Oktober vermutlich im Museum Ludwig uraufgeführt. Als Dankeschön werden die Komparsen unserer Schule -  Elisa, Romea, Anna-Maria, Michelle, Nico H., Nico F., Luca, Tobias, Bao, Jan und Christian - eine Einladung zu dieser Veranstaltung und eine DVD mit dem Film erhalten. Außerdem haben die Studenten angeboten sich ggf. durch ein Projekt bei den Schülern zu revanchieren.

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