Intercambio Hürth - Motril 2016 aus Elternsicht

Sie sind wieder da!........

Es war mal wieder soweit: die Schüler des Jahrgangs 7 des Spanischzweiges machten sich auf den Weg nach Motril zum Austausch mit den Schülern und Schülerinnen, die uns vor den Sommerferien besucht hatten. Dies war erst der 5. Austausch mit Motril in Andalusien, doch die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigt, dass  Motril, obwohl es eine Industriestadt ist, unseren Kindern viel zu bieten hat.

Da es für viele von  uns Eltern das erste Mal war, dass Sohn oder Tochter so lange alleine im Ausland unterwegs war, mussten wir natürlich heftig schlucken, als der Transfer-Bus zum Flughafen Düsseldorf mit den freudig aufgeregten Kids am ASG abfuhr.

Mit etwas Verspätung erreichten sie Malaga und die jeweiligen Gastfamilien. Die ersten Rückmeldungen von dort in den folgenden Tagen waren durchweg positiv. Einige hatten zu Beginn etwas Heimweh, andere arrangierten sich mit den unbekannten Gesichtern  und Gewohnheiten etwas schneller. Vor allem bei der Nahrungsaufnahme, die hierzulande sehr genau genommen wird, stellte sich schnell Routine ein. Gut, dass wir hier zuhause nicht genau wissen, wie viele Chipstüten, Schokoriegel und Softdrinks anstelle von frischem Fisch, Salat und Paella in Motril verzehrt wurden. Die Spanier sind da wohl entspannter, Hauptsache das Kind isst überhaupt etwas.

Während des Austauschs gab es eine Vielzahl an Aktivitäten und Ausflügen, z.B. Besuch beim Bürgermeister mit Fototermin, Fitnessworkshop, Besuch eines Zuckerrohrmuseums („ätzend, wie langweilig!“), Besuch einer Tomatenfabrik („voll uncool! Ich mag gar keine Tomaten!!“), Ausflüge zu den Höhlen von Nerja und zum Weltkulturerbe Alhambra („loll, riesig“ und  „beeindruckend!“), Strandausflug („ oh Mann! Nur Steine , wo ist der Sand?“). Vor allem die Shopping-Erlebnisse fanden bei den weiblichen Teilnehmern große Zustimmung („sooo coole Klamotten!!“). Gut, dass alle ausreichend Taschengeld dabei hatten.

Das sonnige Wetter und die angenehmen Temperaturen in Andalusien zu dieser Jahreszeit machten allen Teilnehmern gute Laune, es wurde zunehmend Spanisch und Englisch gesprochen, da ja die Schüler aus Motril nur Englisch und nicht Deutsch lernen. Dies ist ein enormer Vorteil unseren Nachwuchs ans Sprechen zu bekommen!

Das sehr lange Wochenende in den Gastfamilien bescherte vielen der deutschen Schüler weitere Aktivitäten, die durch die Eltern der Gastschüler organisiert wurden. Unsere Tochter hatte das Glück und wurde von den Gasteltern zu einem viertägigen Ausflug nach Madrid incl. Freizeitpark eingeladen. Die Begeisterung aller Beteiligten war riesig! Die Fotos davon hängen schon bei uns an der Wand! Dies ist natürlich nicht die Regel und hängt von der Gastfamilie ab, die man ja vor Beginn der Reise nicht unbedingt schon kennt. Hierbei das eigene erst elfjährige Kind „loszulassen“ und eigene Erfahrungen machen zu lassen, fiel aus der Ferne nicht leicht, hat sich aber gelohnt. Es kehrte ein erwachseneres Kind zurück!

Auch die Spanier richteten ein Fest für die deutschen Gäste aus, ähnlich unserer „Noche“ vor den Ferien. Sehr beliebt und sehr emotional, weil dann den Teilnehmern bewusst wird, dass der Abschied naht. Die Lehrer waren ebenso wie die Schüler begeistert von der unvergleichlichen Gastfreundschaft der Spanier und es konnten neue Freundschaften geschlossen oder schon vorhandene vertieft werden.

Dass ein Austausch erfolgreich war, kann man auch am positiv veränderten Wesen der Heimkehrer bemerken, sowie am Wunsch nochmals dorthin zu fahren oder den Austauschschüler aus Spanien gerne wieder zu sich nach Deutschland einzuladen, wie dies bei uns der Fall war.

Das Fazit ist: INTERCAMBIO mit  Motril gerne immer wieder!

Silvia Urban , 7E

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