Kursfahrt der LKs Biologie und Chemie

Im September fuhren die LKs Biologie und Chemie für sechs Tage nach Marina di Casal Velino - etwa zwei Stunden Busfahrt von Neapel entfernt. Neben Ausflügen nach Neapel und Pompeii sowie Erholung am Strand standen auch naturwissenschaftliche Projekttage über Plankton und geologische Gesteinsuntersuchungen auf dem Programm. Wir bedanken uns beim Förderverein des ASG für die finanzielle Unterstützung der Projekttage.

 

Ausflug nach Neapel und Pompeii

Am Montag, den 19.09.16, war es endlich soweit: auf geht's nach Neapel und Pompeii! Um 08:00 Uhr haben wir uns am Hauptgebäude unseres Hotels getroffen, wo bereits der Shuttlebus auf uns gewartet hat. Nach einem schnellen Frühstück folgte eine 2 bis 3 stündige Fahrt nach Neapel. Angekommen in der drittgrößten Stadt Italiens, mit knapp 1 Mio. Einwohnern, hatten wir die Chance die Stadt erst in kleineren Gruppierungen und später gemeinsam als eine Gruppe zu erkunden. Für 1,50 Euro konnten wir uns eine Holzofenpizza aus einer Straßen-Pizzeria kaufen, die als beste der Welt ausgezeichnet wurde.

Nachdem wir die Kathedrale von Neapel voller Erstaunen besichtigt haben, sind wir wieder zum Bus gegangen, welcher uns daraufhin nach Pompeii fuhr.

In dem Bus, welcher mit Monitoren ausgestattet war, wurde eine Dokumentation über das antike Pompeii abgespielt, welche uns über die traurige, jedoch genauso interessante Naturkatastrophe in Form eines Vulkanausbruches aus dem Jahre 79. n. Chr., informierte. Die ausgegrabene Stadt bietet einen umfangreichen Einblick, einer zuerst griechischen, später römischen Handelsstadt. Wie in Neapel waren wir auch diesmal in kleineren Gruppen unterwegs. Wir durften unter anderem ein Theater, ein Odeon und eine Arena besichtigen. Neben dem Handel blühten Kunst und Kultur. Die Römer sprachen auch der fleischlichen Lust zu: 13 öffentliche Bordelle wurden bei den Ausgrabungen entdeckt. Nach ca. 4 Stunden intensiver Erkundung Pompeiis, trafen sich alle erneut am Bus, der uns zurück zum Hotel brachte, womit unser abenteuerlicher Ausflug endete.

 

Plankton Exkursion

Am Morgen des 16. Septembers kamen wir nach einer langen Nacht im Hotel L'Oasi del Fauno in Casal Velino nahe Neapel an. Nachmittags gingen wir zum ersten Vortrag, der das Thema Plankton behandelte. Wir erfuhren etwas über die im Wasser schwebenden Organismen und deren verschiedenen systematischen Gruppen sowie über die Taktiken der Nahrungssuche und den Umgang mit Problemen bei der Fortbewegung der Planktonorganismen, deren Bewegung von den Wasserströmungen bestimmt wird. Zusätzlich wurden uns die Schutzfunktionen des Planktons nahe gebracht, das als unterstes Glied der Nahrungskette viele Fressfeinde hat. Als Abschluss bekamen wir nochmal die Möglichkeit kleine Planktonorganismen unter dem Mikroskop zu beobachten.

Am nächsten Tag wurde die daran gekoppelte Kajaktour auf einem kleinen Fluss in der Nähe der Unterkunft durchgeführt.

 

Geologie

Am vierten Tag der Italienreise hieß es Gesteine und Vulkanismus! Zuerst trug unser Guide Richy einen Vortrag über die verschiedenen Gesteinsarten sowie die Unterschiede und Ähnlichkeiten bis hin zu Methoden, Gesteine zu identifizieren. Wir haben gelernt, dass man Gesteine in drei Oberkategorien einteilt. Dies sind die Magmatite Metamorphite und die Sedimentengesteine. Dazu zeigte er uns ein Diagramm, wodurch man mit Ausschlussverfahren die Gesteinsart identifizieren kann. Am nächsten Morgen war eine Fahrradtour nach Ascea geplant, um dort nach Gesteinen zu suchen und die später im Labor anhand von Experimenten auszuwerten. Leider hat es am Morgen stark geregnet, weshalb wir Steine aus der Umgebung gesucht haben, die wir dann analysierten. Der Analysevorgang war sehr interessant und spaßig. Er wurde in neun Schritte aufgeteilt. Am Anfang mussten wir den Stein mit einem Hammer zertrümmern um herauszufinden, ob er splittert oder nur bricht und wie die „Schnittwunde“ aussieht. Des Weiteren haben wir den Stein mikroskopiert, unter Schwarzlicht gehalten, auf elektrische Leitfähigkeit getestet, eine Ritzprobe durchgeführt, die Reaktion unter Feuer beobachtet, die Dichte berechnet, die Wasser- sowie die Säurelöslichkeit analysiert. Nachdem wir die Ergebnisse aller Experimente ausgewertet hatten, konnten wir mit Hilfe des Diagramms die Art des Gesteines herausfinden. Nach dem Analysieren hatte sich das Wetter auch wieder verbessert und unsere 27 km Fahrradtour nach Ascea ist auch zustande gekommen mit einer kurzen Pause am Meer und die Möglichkeit von drei bis sieben Meter hohen Klippen zu springen. Der Weg dorthin war steil bergauf und bei 26 Grad Celsius, sodass wir uns die Pause am Meer verdient hatten. Leider hat es auf dem Rückweg wieder angefangen zu regnen und alle kamen schlussendlich nass zurück in unsere Unterkunft.

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