Eine Einladung zum Träumen – der deutsch-türkische Schüleraustausch

Schüleraustausch unter neuen Bedingungen: Eigentlich wäre die ASG-Schülergruppe aus der EF gern nach Burhaniye in der Türkei gefahren, um im Anschluss an die Begegnung in Hürth den Gegenbesuch abzustatten, doch dieses Jahr ließ sich der Plan nicht realisieren.

Um die Projektarbeit des vergangenen Jahres fortsetzen zu können, trafen sich 10 ASG-Schüler/innen mit ihren türkischen Austauschpartnern also in Berlin, um in einer erlebnisreichen Woche die Stadt kennenzulernen und die Arbeit an ihrem „Museum der Träume“ fortzuführen.

An historisch bedeutsamen Orten wie der Eastside Gallery führten die Schüler/innen Interviews mit Passanten durch, um etwas über deren materielle und immaterielle Träume, ihre Kindheitsträume und das Verhältnis zwischen Traum und Realität zu erfahren. In Arbeitsgruppen bearbeiteten und schnitten die Teilnehmer/innen die Interviews unter Anleitung zweier Berliner Filmemacherinnen. Schließlich wurde die Ausstellung „Museum der Träume“ im Herzen Kreuzbergs an einem öffentlichen Raum installiert, wo die Schüler/innen mit interessierten Berlinern über die eigenen Träume und die anderer Menschen ins Gespräch kamen.

Die Besucher der Ausstellung konnten sich Interviews und Songs zum Thema „Träume“ anhören sowie selbst gestaltete Kunstwerke und eigene Fotoaufnahmen anschauen, die mit den Interviews und Songs im Zusammenhang stehen. Nach dieser intensiven Woche sprachen viele der türkischen Schüler/innen die Hoffnung aus, uns doch eines Tages in Burhaniye willkommen heißen zu können.

Wir danken der Deutsch-Türkischen Jugendbrücke, dem Pädagogischen Austauschdienst und dem Partnerschaftsverein Hürth für die freundliche Unterstützung des Projekts.

Einige Schülerstimmen:

„Ich war zum ersten Mal in Berlin, daher war ich von fast allem beeindruckt. Ich habe den Eindruck gewonnen, dass Berlin eine Stadt voller Träume ist, und ich habe eine Idee davon bekommen, wie ich meine eigenen Ziele erreichen kann. Ich habe viele neue Erfahrungen gemacht. Zunächst habe ich viel über die türkische Kultur (Essen, Kleidung, Religion) gelernt. Zweitens habe ich mehr Selbstvertrauen entwickelt, als ich die Interviews durchgeführt habe. Auch mit dem Schnittprogramm habe ich gute Erfahrungen gemacht. Das Projekt hat Spaß gemacht und war cool. Die Interviews waren so persönlich: Fremde haben uns Geheimnisse und private Geschichten anvertraut. Den türkischen Schülern bin ich hier ganz anders begegnet als in Hürth. Leute, mit denen ich sonst nie geredet hätte, sind zu meinen Freunden geworden.“

„Berlin war etwas voll und teuer, aber es war super. Wir sind so viel gelaufen, dass ich alle Kalorien verbraucht habe, aber die Spaziergänge waren sehr amüsant. Dank unserer deutschen Freunde haben wir immer den Weg gefunden. Neue Orte zu erkunden war super. Nicht immer war es eine gute Erfahrung, neue Gerichte auszuprobieren. Im Projekt habe ich meine eigenen Träume entdeckt. Wir haben verschiedene Menschen kennengelernt, während wir sie interviewt haben. Dabei haben wir uns gut gefühlt und Spaß gehabt. Ich denke, ich habe Freundschaften für immer gefunden. Vielleicht werden wir uns nie wiedersehen, aber wir werden uns nie vergessen.“

„Was ich mit nach Hause nehme? Dass ich neue Seiten von Freunden kennengelernt habe, dadurch dass ich sie jeden Tag getroffen habe. Dazu gehört auch die Erfahrung, ein enges Zimmer im Hostel mit Mehreren zu teilen. Ich habe im Gespräch mit meinen Freunden eine Menge über Politik in der Türkei erfahren. Im Projekt habe ich erfahren, wie Lebensträume sich im Laufe eines Lebens verändern können und welche Vielfalt persönlicher Träume es gibt.“

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