Eine Ära am ASG geht zu Ende – Konrektor Alfred Schäfer geht in Pension

"Beatus ille, qui procul negotiis - Glücklich ist jener, der fern von Geschäften ist". Dieser Satz des lateinischen Dichters Quintus Horatius Flaccus, war treffend für den 2. Februar und überschrieb die feierliche Verabschiedung des stellvertretenden Schulleiters des Albert-Schweitzer-Gymnasiums Alfred Schäfer in der Aula der Schule. 37 Jahre lang - und damit die gesamte Zeit als Lehrer nach dem Referendariat - war er am ASG tätig. Dies war Anlass für das Kollegium, Vertreter der Schüler- und Elternschaft, Mitglieder des Fördervereins, viele Ehemalige sowie den Bürgermeister der Stadt Hürth Dirk Breuer, Alfred Schäfer für seinen jahrzehntelangen Einsatz zu danken und in den verdienten Ruhestand zu entlassen.

Die Feierlichkeiten begannen mit einer im wahrsten Sinne des Wortes bewegenden Aktion aller Schülerinnen und Schüler sowie vieler Lehrerinnen und Lehrer, die sich in Form eines Flashmobs auf dem Schulhof synchron tanzend von Herrn Schäfer verabschiedeten. Was für ein beeindruckender und mitreißender Anfang einer Veranstaltung, die anschließend in der Aula fortgesetzt wurde.

Nach einer musikalischen Einstimmung der "Young Star Voices" und einer kurzen Begrüßung durch die Schulleiterin Birgit Willenbrink ehrte Guido Bösader als Vertreter des Kollegiums Alfred Schäfer in seiner Rede "In honorem Alfredi". Dabei betonte er unter anderem dessen lösungsorientiertes Vorgehen in Schulangelegenheiten und bezeichnete ihn als "unser aller Vorbild". Entsprechend gerührt und dankbar nahm Alfred Schäfer diese Ehrung an. Nach einer Gesangsdarbietung des ASG-Vokalensembles trat Uschi Mönch als langjährige Schülermutter und Vorsitzende der Schulpflegschaft ans Rednerpult und blickte auf die vergangenen Jahre zurück. Sie lobte die hervorragende Zusammenarbeit mit Alfred Schäfer und dessen Bereitwilligkeit, immer und überall ansprechbar zu sein, auch wenn beide, wie Frau Mönch schmunzelnd hinzufügte, nicht immer derselben Meinung gewesen seien. Um dem möglichen Verdacht der Bestechung eines Beamten mit Geschenken vorzubeugen, überreichten sie und Christoph Grüner dem zukünftigen Pensionär ein Saxofon "als dauerhafte Leihgabe".

"Der coolste Lehrer" war eine von vielen Bezeichnungen, mit denen Schülerinnen und Schüler der SV Alfred Schäfer betitelten. Viele Mitglieder der Schulgemeinde hatten sich im Vorfeld Gedanken dazu gemacht, wer oder wie Alfred Schäfer für sie ist. Aus dieser umfangreichen Sammlung, die ihm Sandra Czernik in einem Buch sichtlich bewegt überreichte, wurden einige Beiträge vorgetragen, die den Geehrten mal lustig, mal emotional, aber immer treffend  beschrieben. Weiter ging es mit einer sehr unterhaltsamen Ehrung durch den Vorsitzenden des Fördervereins der Schule, Bernhard Nettesheim. Die gesanglich vorgetragene Rede, begleitet von Zweitstimme und Akkordeon, gipfelte in  der Enthüllung eines Banners, auf dem die Buchstaben im Schullogo - ASG - kurzerhand in die Initialien für Alfred-Schäfer-Gymnasium umfunktioniert worden waren.

Anschließend folgten Abschiedsworte von Schulleiterin Birgit Willenbrink. Sie wies darauf hin, dass es auf den Tag genau 37 Jahren her war, dass Alfred Schäfer seinen Dienst am ASG antrat, und dankte ihm für seinen unermüdlichen Einsatz für die Schule. Die Überreichung der Entlassungsurkunde markierte dann ganz offiziell das Ende seiner Zeit als Lehrer und stellvertretender Schulleiter. Dass dies kein einfacher Schritt für Alfred Schäfer war, merkte man ihm in seinen abschließenden Worten an die Schulgemeinde an. Immer wieder unterbrochen von Applaus, verlieh er seiner tiefen Dankbarkeit für die Zeit an seiner Schule Ausdruck und betonte, dass ihm in erster Linie das Wohl der Schülerinnen und Schüler am Herzen lag. Das Zitat von Albert Schweitzer, "Jeder Mensch geht uns als Mensch etwas an", habe ihm dabei immer als Richtlinie für sein Handeln gedient. Abschließend hob er noch einmal hervor, wie er das Zusammenspiel aller am Schulleben Beteiligten immer gesehen hat, nämlich als ein "Wir am ASG", und gab in diesem Sinne Kollegen, Eltern und Schülern seine guten Wünsche mit auf den Weg. Tosender Beifall und stehende Ovationen waren Ausdruck von Dankbarkeit und Wehmut auf beiden Seiten.

Den Abschluss der feierlichen Veranstaltung machte der erweiterte Lehrerchor, in dem Alfred Schäfer selber jahrelang Mitglied war. Beim Vortrag der umgetexteten Köln-Hymne "Mer han e Hätz för Alfred" übermannten die Emotionen nicht nur den Geehrten, sondern auch viele im Chor und im Publikum. Das Kollegium bedankte sich bei Alfred Schäfer mit einem Strauß von 37 Rosen für die 37 Jahre am ASG. Beim anschließenden Sektempfang wurden dann noch viele Hände geschüttelt, Gespräche geführt und Dank und Glückwünsche ausgesprochen.

Mit Alfred Schäfers Verabschiedung ging eine Ära am ASG zu Ende. Die Schulgemeinde bedankt sich noch einmal bei einem Menschen, der die Schule im Laufe dieser langen Zeit verkörpert hat wie kein anderer und der sich, wie er selber sagte, in der Rolle des ewigen Zweiten stets wohlgefühlt hat. Ihm mögen Gesundheit, Zeit und Muße sowie Schaffenskraft für Neues beschieden sein.

Mit einem Flashmob verabschiedeten sich Schülerinnen und Schüler von Alfred Schäfer, die für ihn immer das Wichtigste waren.

Die "Young Star Voices" eröffneten die Veranstaltung in der Aula, Guido Bösader ehrte Alfred Schäfer als Kollege und Freund.

Vom ASG-Vokalensemble fühlten sich Alfred Schäfer und seine Frau sowie Schulleiterin Birgit Willenbrink und Bürgermeister Dirk Breuer bestens unterhalten.

Schulpflegschaftsvorsitzende Uschi Mönch bedankte sich für die gute Zusammenarbeit zwischen Eltern und Schule und überreichte Alfred Schäfer zusammen mit Christoph Grüner ein Saxofon.

  Initiiert von Sandra Czernik, fanden Schülerinnen und Schüler der SV treffende Beschreibungen für Herrn Schäfer.

Der Vorsitzende des Fördervereins, Bernhard Nettesheim, musikalisch unterstützt, und Schulleiterin Birgit Willenbrink fanden viele Worte des Dankes.

In einer emotionalen Rede nahm Alfred Schäfer Abschied von Schülern, Kollegen und Eltern und wurde vom Kollegium mit 37 Rosen - eine für jedes Jahr am ASG - bedacht.

  Der Lehrerchor zollte dem langjährigen Chormitglied Respekt und verkündete singend: "Mer han e Hätz för Alfred".
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