Große Begeisterung für "Die Gauneroper"

Wer an den Abenden des 13. und 18. Juni in die Aula kam, wurde unweigerlich in die Unterwelt des viktorianischen London entführt. Denn basierend auf John Gays "the Beggars Opera", führte die Theater AG des ASG an diesen beiden Tagen das Stück "Die Gauneroper" von Václav Havel auf, was sich als ein kultureller Höhepunkt am Ende des Schuljahres erwies.

Gekonnt verkörperten die Schülerinnen und Schüler die markanten Charaktere der beiden rivalisierenden Gangsterorganisationen und überzeugten dabei mit schauspielerischem Talent. Frau Rehling und Herr Knappe, die die AG leiten und die Truppe ein Schuljahr lang begleitet hatten, konnten auch den Lehrerchor für einige musikalische Einlagen gewinnen, der u.a. mit dem bekannten Lied "Und der Haifisch, der hat Zähne" dem Publikum die kriminellen Machenschaften des legendären Mackie Messer näherbrachte. Ergänzt wurde die Musik von Trompeter Herrn Mentz sowie der Solistin Elisabeth Geier aus der Q2, deren Gesang die Zuhörer in Verzückung versetzte. So wurden die beiden Aufführungen zu einem vollen Erfolg.

Dabei lief in der monatelangen Vorbereitung längst nicht alles glatt: Die Hauptrolle des Peachum musste vier Wochen vor der Premiere nochmal neu vergeben werden. Prompt sprang der ehemalige Schüler Alexander Schockert ein, der schon im vergangenen Jahr gemeinsam mit einigen anderen aus der Gruppe im Stück "Dracula" für Furore gesorgt hatte. Souverän meisterte er die sehr textreiche Rolle. Auch Max Moreira Samuel und Zoe Weth, die Mackie Messers Kumpanen Jim und Jack spielten, kamen spontan hinzu, Paulina Hering in der Rolle des Harold stieß sogar von einer anderen Schule dazu. Viele der Schauspielerinnen und Schauspieler sind in der Q2 und befanden sich während der Proben und teilweise während der Aufführungen noch mitten in den Abiturprüfungen. Trotzdem fanden sie Zeit und Energie ihre Texte zu lernen und Rollen einzustudieren.

Doch die Theater AG erinnert sich auch an viele schöne Begebenheiten, z.B. die zweitägige Fahrt nach Bad Münstereifel und die Proben an Wochenenden und in den Pfingstferien. Auch Skurriles ereignete sich. So ging während einer Probe unvermittelt der Alarm in der Schule los, und die Generalprobe konnte beinahe nicht stattfinden, da sich die Lichttraverse in der Aula nicht mehr hochfahren ließ und so den Blick auf die Bühne blockierte. In diesem Zusammenhang seien die Schüler der Technik zu erwähnen, die sowohl dieses Problem lösten als auch immer dafür sorgten, dass alle Akteure stets ins rechte Licht gerückt wurden. Schließlich sei noch auf den hohen Gurkenverschleiß verwiesen, der dadurch zustande kam, dass diese Requisite regelmäßig von den Schauspielern hinter der Bühne aufgegessen wurde.

Ein großes Kompliment an alle Akteure, die vor oder hinter der Bühne aktiv waren, unzählige Stunden gearbeitet und viel Mühe und Zeit investiert haben, besonders an Frau Rehling und Herrn Knappe. Dieser kulturelle Leckerbissen weckt die Vorfreude auf weitere Theaterprojekte.

Hier noch einige Eindrücke in Bildern:

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