Vom Baum zum Hightech-Produkt Papier

Mitte März habe ich an einem Mint-EC Camp teilgenommen. Vier Tage lang drehte sich alles um das Thema Papier. In der Nähe von Aschaffenburg war ich mit 19 weiteren Schülerinnen und Schülern in einem Schullandheim untergebracht.

Schon gleich nach der Ankunft am ersten Nachmittag sind wir in den naheliegenden Wald aufgebrochen, um zu sehen, wo die Fasern des Papiers überhaupt herkommen. Am zweiten Tag sind wir zur TU Darmstadt gefahren, um uns den Studiengang „Papierfabrikation und mechanische Verfahrenstechnik“ genauer anzugucken.

Dort hatten wir einige Workshops, in den wir unter anderem die Reiß- und Saugfähigkeit, sowie das Farbspektrum von verschiedensten Papieren untersucht haben. Außerdem haben wir Einblicke in den Alltag an einer Universität bekommen.
Am nächsten Morgen haben wir eine Führung in der Papierfabrik Sappi Stockstadt gemacht. Das Werk hat unter anderem das Papier für Obamas Buch und den neusten Asterix hergestellt. Dort wurde uns der Betrieb und die Herstellung von Papier genauestens erklärt und wir durften uns die riesigen, lauten Papiermaschinen von ganz nah angucken. Anschließend haben wir chemische Experimente in den Chemie-Räumen des Hans-Seidel-Gymnasiums Hösbach durchgeführt. Hier wurde das Papier noch einmal ganz genau unter die Lupe genommen. Am letzten Tag haben wir dann noch unser eigenes recyceltes Papier aus Klopapier und Servietten geschöpft. Außerdem konnten wir zusätzlich unsere künstlerischen Adern beim Origami entfalten.

Das ganze Camp hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich habe viele neue Aspekte über Papier, die Herkunft und die Herstellung gelernt. Außerdem war der Ablauf sehr angenehm organisiert. Besonders schön war es, die ganzen Leute kennenzulernen, die aus ganz Deutschland kamen und mit denen man mindestens eine Gemeinsamkeit hatte – das Interesse an Naturwissenschaften. Auch wenn ich mich des Öfteren bewerben musste, um einen Platz in einem Camp zu bekommen, kann ich die Mint-EC Camps wirklich nur weiterempfehlen.

Annika Flöter, Q1

Links: Einfüllen der Pulpe (des Faserbreis) in einen Zylinder, der das Wasser anschließend durch ein Sieb aus dem Behälter heraussaugt. Rechts: Gruppenbild in den Chemie-Räumen des Hans-Seidel-Gymnasium Hösbach.

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