Auf den Spuren des ersten Weltkriegs – Exkursion der Geschichtskurse der Q2

Auch in diesem Jahr unternahmen die bilingualen Geschichtskurse sowie der Geschichtsleistungskurs der Q2 in Begleitung von Frau Bauer, Frau Fritschle und Frau Rehling wieder eine Reise ins französische Péronne, um dort gemeinsam Spuren des Ersten Weltkriegs hautnah zu erleben, Gedenkstätten zu besuchen und die Auswirkungen und Ausmaße des Krieges zu erkennen.

Nach wenigen Stunden Busfahrt kamen wir am Freitag, den 12. September, im kleinen, aber bedeutenden Städtchen Péronne, nahe der Somme im Norden Frankreichs an. Unser erster Programmpunkt führte uns ins Historial de la Grande Guerre. Das Museum beschäftigt sich mit den sozialen und militärischen Erscheinungen des Krieges und zeigt diese aus den verschiedenen Perspektiven der Hauptkriegsnationen Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Die Grausamkeit und Dimensionen des Krieges wurden uns hier durch Briefe, Fotos, Militärausrüstung auf anschauliche Weise bewusst.

Am nächsten Tag besuchten wir mit Frau Maaßen, einer ortskundigen Historikerin, Orte des früheren Kriegsgeschehens. Dabei war der deutsche Soldatenfriedhof in Fricourt nur einer von vielen, die wir sehen konnten und der den Millionen Soldaten gedenkt, die während des Kriegs in dieser Region ihr Leben verloren.

Anschließend führte uns ein Landwirt vor Ort über seine Felder, auf denen noch jetzt, hundert Jahre nach Ende des Krieges, unzählige Überbleibsel der Materialschlachten, wie z.B. Schrapnellkugeln oder Patronenhülsen an die Oberfläche gelangen. Auch wir fanden ein paar Stücke – Überreste, die wir bisher nur aus schriftlichen Quellen kannten. Beim Besuch des Beaumont-Hamel Newfoundland Memorial wurden die für den ersten Weltkrieg typischen Schützengräben für uns sichtbar.

Auch wenn uns im Unterricht bereits die Schwere der vierjährigen (1914-1918), scheinbar nie endenden kriegerischen Auseinandersetzung mit unzähligen Kriegsschauplätzen und Schlachten vor Augen geführt wurde, so wurde diese hier für uns greifbarer.

Der Name unserer Unterkunft „The Poppies“ (dt. Mohnblume) steht symbolisch für das Gedenken an die Soldaten und die zahllosen Opfer der Weltkriege. Gleichzeitig symbolisiert sie die Hoffnung und Warnung vor den Gräueln des Kriegs.

Ricarda Eichhorn und Joy Axiopoulos, Q2

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