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Die Gewaltspirale überwinden – Besuch der israelisch-palästinensischen Friedensbewegung „Combatants for Peace“

„Wenn ihr Krieg nicht erlebt habt, könnt ihr euch nicht vorstellen, was dort passiert. Und ihr wollt es auch nicht.“ Über die Gewalt im Nahen Osten, viel mehr aber noch über deren Überwindung berichteten im Rahmen von „ASG ist Bunt“ mit eindringlichen Worten zwei Menschen, die man zu diesem Thema nur selten friedlich und freundschaftlich zusammen sieht: ein Israeli und ein Palästinenser. Gemeinsam waren sie am 04. März als Botschafter der Organisation „Combatants for Peace“ zu Besuch am ASG, um einer Reihe Geschichts- und SoWi-Schülern der Q2 aus erster Hand von ihrer Arbeit in Israel-Palästina zu berichten: Die Combatants for Peace setzen sich dort für eine Überwindung der seit langem aus den Medien bekannten Spirale aus Hass, Gewalt, Rache und Vergeltung ein. Dazu veranstalten sie als Organisation, die sich aus beiden Seiten des Konflikts zusammensetzt, Demonstrationen auf beiden Seiten der Grenze, treten mit Theatergruppen auf und werben – zum Vorteil des ASG – auch persönlich mit ihren Lebensgeschichten für den Frieden.

Dabei ist beiden Gästen das Friedenshandwerk nicht einfach zugefallen: Der Israeli Nahoum berichtet, wie er einst als Elitesoldat in verschiedenen Kriegen gegen die Gegner seines Staates kämpfte. Schon als Kind machte er Erfahrung damit, dass sein Dorf von Raketen beschossen wurde. Der Weg zum Militär erschien ihm dadurch ganz natürlich. Aus ganz anderem Antrieb heraus wurde der Palästinenser Ahmed in den Konflikt gezogen: Er sah seine Familie als Flüchtlinge im eigenen Land, vertrieben aus ihrer Heimatstadt, die nach 1948 zu israelischem Staatsgebiet wurde. Unterstützt von religiösem Eifer schloss er sich dem Widerstand an, wurde angeschossen, verlor viele gute Freunde.

Heute haben beide ihren Hass überwunden und vertreten die Meinung, dass der Palästina-Konflikt nur friedlich gelöst werden kann, indem die Spirale aus Gewalt und Vergeltung überwunden wird. Über Freunde wurde vor Jahren der Kontakt zu den Combatants for Peace hergestellt, denen sie sich anschlossen. Zentrales Prinzip der Combatants for Peace ist es, öffentliche Auftritte nur mit Vertretern beider Seiten zu bestreiten. Damit soll verhindert werden, das Machtungleichgewicht zu reproduzieren, das den so leidvollen Palästinakonflikt prägt. Auch Ahmed und Nahoum arbeiten nun beide gemeinsam in einer Ortsgruppe und versuchen den Friedensgedanken zu verbreiten.

Nach anderthalb viel zu kurzen Stunden war die Besuchszeit leider schon überschritten. Der beeindruckende Vortrag bot jedoch viele Anregungen, was auch wir in Deutschland von dieser außergewöhnlichen Organisation lernen können.

Der besondere Dank gilt Heike und Peter Goldschmidt für die Herstellung des Kontakts und die Organisation des Treffens.

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