Mathematik am ASG

 „Die Mathematik als Fachgebiet ist so ernst, dass man keine Gelegenheit versäumen sollte, dieses Fachgebiet unterhaltsamer zu gestalten.“

Blaise Pascal

„Die Mathematik ist mehr ein Tun als eine Lehre.“

L. E. J. Brouwer

„Die Natur spricht die Sprache der Mathematik: die Buchstaben dieser Sprache sind Dreiecke, Kreise und andere mathematische Figuren.“

Galileo Galilei

„Nicht etwa, dass bei größerer Verbreitung des Einblickes in die Methode der Mathematik notwendigerweise viel mehr Kluges gesagt würde als heute, aber es würde sicher viel weniger Unkluges gesagt.“

Karl Menger

„In jeder reinen Naturlehre ist nur so viel an eigentlicher Wissenschaft enthalten, als Mathematik in ihr angewandt werden kann.“

Immanuel Kant

Mit dem Fach Mathematik setzen sich Menschen seit Jahrtausenden auseinander und viele kluge Köpfe der Menschheitsgeschichte haben sich zum Thema Mathematik geäußert. Wir – die MathematiklehrerInnen des ASG – haben diesem Artikel daher einige Zitate vorangestellt, die zum Ausdruck bringen, wie wir die Mathematik verstehen und den Schülern vermitteln wollen. Wenn die SchülerInnen unsere Schule verlassen, sollen sie dies nicht mit den Gedanken tun „Mathe ist ein Arschloch“ (Luke Mockridge, Comedy-Star); sie sollen vielmehr – selbst wenn sie nicht die besten Noten geschrieben haben und der Umgang mit der Mathematik ihnen nicht immer leicht gefallen ist – die Schule mit der Überzeugung verlassen, dass der Mathematikunterricht ihnen etwas für ihr weiteres Leben gebracht hat und sie auch Spaß am Mathematikunterricht gefunden haben.

In den folgenden Abschnitten geben wir Ihnen einen kurzen Überblick darüber, welche Schwerpunkte wir in den einzelnen Stufen im Mathematikunterricht setzen und stellen die Wettbewerbe, an denen unsere SchülerInnen teilnehmen, vor. Im letzten Anschnitt wird schließlich ein Konzept zur individuellen Förderung im Mathematikunterricht vorgestellt.

 Das Fach Mathematik am ASG

Das Fach Mathematik nimmt zusammen mit den Naturwissenschaften aufgrund der MINT-Ausrichtung des ASG einen besonderen Platz im Schulkonzept des Albert-Schweitzer-Gymnasiums ein. Somit setzen wir in den einzelnen Jahrgangsstufen unterschiedliche fachliche und methodische Schwerpunkte und beteiligen uns mit unseren Schülerinnen und Schülern an verschiedenen Wettbewerben. Das Fach Mathematik wird durch die Hinzunahme von Ergänzungsstunden von Klasse 5 bis 9 durchgehend mit 4 Unterrichtsstunden sowie ab der Klasse 5 im Ganztagsbetrieb zusätzlich mit einer Stunde Lernzeit vermittelt.

In allen Jahrgangsstufen ist das Lehrwerk Lambacher Schweizer, Klett Verlag, eingeführt, das über zahlreiche Zusatzmaterialien die Möglichkeit bietet, auch zu Hause mit auf den Unterricht abgestimmten Aufgaben selbstständig weiter zu üben.

Erprobungsstufe:

Wir beginnen in den Jahrgangsstufen 5 und 6 mit der Wochenplanarbeit, in der unsere Schüler ein selbstständiges Lernen im Rahmen der Ganztagsstruktur mit gemeinsamen Lernzeiten unter Aufsicht des Fachlehrers erfahren. Nach einer Einführung in den Unterrichtsstoff kann der Schüler in seinem individuellen Lerntempo arbeiten, während der Lehrer auf spezielle Fragen und Probleme der einzelnen Schüler eingehen kann. Mit Hilfe unterschiedlicher Lernmethoden wie z.B. Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit, Gruppenpuzzle, handlungsorienterter Aufgabenstellungen, Schätz- und Messaufgaben sowie Vielem mehr, fördern wir eine breitgefächerte Schüleraktivierung.

 

Mittelstufe:

Beginnend mit der Jahrgangsstufe 7 haben wir am ASG einen graphikfähigen Taschenrechner eingeführt, der den Unterricht durch vielfältige Einsatzmöglichkeiten bereichert. So wird z.B. die Untersuchung funktionaler Zusammenhänge mit Hilfe einer schnellen Betrachtung der Funktionsgraphen sowie ihrer Funktionsgleichungen und Wertetabellen für viele Schüler erleichtert. Statistische Auswertungen können schnell in Form von Diagrammen umgesetzt werden. Somit wird es erleichtert, komplexe fächerübergreifende Themen aus der Lebensumwelt der Schüler aufzugreifen und zu modellieren.

 

Schwerpunkte in der Mittelstufe werden auf das mathematische Argumentieren und Beweisen gelegt, weiterhin auf die Nutzung verschiedener mathematischer Computerprogramme wie Geometriesoftware, Excel usw. Dabei steht den Schülern das Lernprogramm KL Soft zur Verfügung, das mit umfangreichen Erläuterungen und Aufgaben zu den einzelnen Themenbereichen ausgestattet ist.

 

 

Zur Übung der erlernten Zusammenhänge gibt es auch eine Reihe interessanter Spiele:

Oberstufe:

In der Oberstufe arbeiten wir vertiefend mit dem bereits eingeführten graphikfähigen Taschenrechner aus der Mittelstufe, dessen weitreichende Funktionen erst ab diesem Zeitpunkt voll zur Geltung kommen, dessen Handhabung aber bereits eingeübt ist. Die Verwendung der weiteren mathematischen Computersoftware als hilfreiches Werkzeug steht ebenso im Mittelpunkt des Unterrichts wie dreidimensionale Modelle des Koordinatensystems in der linearen Algebra. Die Struktur der Abituraufgaben wird den Schülern frühzeitig vorgestellt und der Lernstoff wird mit ansprechenden komplexen Aufgaben aus unterschiedlichsten Lebensbereichen bearbeitet. In der Qualifikationsphase 2 (Q2) wird möglichst ein Modul „Lernen durch Lehren“ eingerichtet. Die Leistungskurse fahren in der Vorbereitungsphase auf das Abitur häufig in ein Rechenwochenende, wo man sich intensiv mit den Abituraufgaben beschäftigt, aber auch der Spaß und das Gemeinschaftsgefühl nicht zu kurz kommen.

 

Wettbewerbe:

Am ASG hat die Teilnahme an Mathematik-Wettbewerben bereits eine lange Tradition. Während an der Mathematik-Olympiade (http://www.mathematik-olympiaden.de/) wenige hochmotivierte Schüler, teilweise sehr erfolgreich und lange Jahre hintereinander teilnehmen, können wir jedes Jahr viele freiwillige Knobel-Experten bei der Teilnahme am Känguru-Wettbewerb (http://www.mathe-kaenguru.de/) verzeichnen. Dieses Jahr hatten wir z.B. 437 Teilnehmer. Dabei sind jährlich viele Preisträger zu verzeichnen, die mit ansprechenden Geschenken belohnt werden. Neben dem Känguru-Wettbewerb haben wir seit diesem Schuljahr den Pangea-Wettbewerb (http://pangea-wettbewerb.de/) für alle Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 10 (EF) erprobt. Die Schüler gewinnen dank der erfolgreichen Beschäftigung mit mathematischen Problemen, die nicht direkt mit dem Schulstoff zu tun haben, eine große Selbstsicherheit und mehr Selbstvertrauen in ihre Fähigkeiten. Zu allen Wettbewerben gibt es viele alte Aufgaben zum Üben und selbstständigen Knobeln.

 Schüler bei der Bearbeitung der Wettbewerbsaufgaben

 

 Die Teilnehmer der zweiten Runde der Mathematik-Olympiade unserer Schule.

Philipp Katterbach (Klasse 8), Simon Nowak und Christine Langen (Klasse 5) schafften die Teilnahme in die Landesrunde; Philipp schloss diese mit einem 3. Preis ab.

 

Individuelle Förderung:

Um die speziellen Fähigkeiten einzelner Schüler zu fördern, werden im Unterricht und insbesondere in Arbeitsphasen im Rahmen einer Binnendifferenzierung oftmals komplexere Aufgaben angeboten, die über die reinen Übungsaufgaben hinaus gehen.

Auf schwächere Schüler kann man besonders in der Wochenplanarbeit individuell eingehen, daher auch die Anwesenheit des Fachlehrers in der Lernzeit im Rahmen des Ganztags. In den höheren Klassen kann bei Lernschwierigkeiten besonders das Schülercoaching  empfohlen werden, wo geschulte ältere Schüler in kleinen Gruppen mit jüngeren Schülern den Unterrichtsstoff erklären und einüben.     

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