Katholische und Evangelische Religionslehre

Die Fächer Katholische und Evangelische Religionslehre sind in der Sekundarstufe I fester Bestandteil der Stundentafel. In den Klassen 5 bis 9 werden jeweils zwei Wochenstunden erteilt. In der Oberstufe werden die Fächer von der Einführungsphase bis zur Qualifikationsphase 2 (Stufen 10 bis 12) in jeweils dreistündigen Kursen angeboten.

Diese Unterrichtsfächer verfolgen das Ziel, den Schülerinnen und Schülern die Bedeutung von Religion, Glaube und Werten in Vergangenheit und Gegenwart sowie bei uns und in anderen Kulturkreisen vor Augen zu führen, um nach Abwägung von Argumenten zu kontroversen Fragen einen eigenen Standpunkt zu finden.

Der Religionsunterricht in der Erprobungsstufe bietet u.a. grundlegende Einblicke in die Bibelkunde und das Leben und Wirken bedeutender biblischer Gestalten, erschließt wesentliche Unterschiede und Gemeinsamkeiten des Christentums mit Islam und Judentum und beschäftigt sich mit der Position und den Aufgaben des Einzelnen in Gemeinschaft und Gemeinde. Auch wichtige Stationen im Leben Albert Schweitzers, dem Namensgeber unserer Schule, werden behandelt.

In der Mittelstufe rücken historisch bedeutende Aspekte des Mittelalters und der Kirchengeschichte in den Blickpunkt, wie z.B. die Reformation, es werden die Phänomene Schuld und Sünde untersucht und erste religions- und kirchenkritische Auseinandersetzungen z.B. im Zusammenhang mit der Institution Kirche und der Theodizeefrage angegangen.

Die Oberstufe ist geprägt von einem kritisch-reflektierenden Umgang mit Fragen zur Relevanz von Glaube, Religion und Kirche in unserer Gesellschaft. Dabei spielt die Auseinandersetzung mit Texten, wie z.B. Bibelexegese und die Analyse theologisch-wissenschaftlicher Texte, eine wichtige Rolle.

Da Religionslehre getrennt nach Konfessionen unterrichtet wird, gibt es zudem eine Reihe von Themen, die spezifisch katholischen bzw. evangelischen Merkmalen Rechnung tragen, wie z.B. die Sakramentenlehre und das Verständnis von Abendmahl und Papsttum. Je nach Eignung der Themen werden unterrichtsangebundene Exkursionen in Kirchen, Moscheen, Synagogen und andere Einrichtungen durchgeführt. In Zusammenarbeit mit dem Fach Geschichte besuchen die Schülerinnen und Schüler in der Stufe 9 das NS-Dokumentationszentrum (El-De-Haus) in Köln.

Gemeinsam gestalten die Katholische und die Evangelische Religionslehre auch das Schulleben mit, indem sie über das Schuljahr verteilte Elemente zum Schulalltag beitragen. So finden zur Einschulung der Fünftklässler und im Rahmen der Abiturfeierlichkeiten regelmäßig ökumenische Gottesdienste statt, die im Religionsunterricht von Klassen bzw. Kursen selber gestaltet werden. In unregelmäßigen Abständen gibt es weitere besinnliche Veranstaltungen, wie Gottesdienste und Frühschichten mit anschließendem Frühstück. Außerdem gehen jedes Jahr alle Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase (Stufe 10) auf Orientierungsfahrt in die Bildungsstätte Steinbachtalsperre des Erzbistums Köln. In  Seminargruppen beschäftigen sie sich drei Tage anhand von Projekten, Gesprächsrunden und interaktiven Spielen mit Fragen rund um den Sinn des Lebens.

Die Fächer Katholische und Evangelische Religionslehre leisten mit den aufgeführten Punkten einen wichtigen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler.

Ökumenischer Einschulungsgottesdienst

 

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