Geschichte - Vom Gymnasium i.E. Sudetenstraße zum ASG mit bilingualem deutsch-spanischem Zweig

1981-2018 – 37 Jahre Leben für die Schule

"Beatus ille, qui procul negotiis - Glücklich ist jener, der fern von Geschäften ist". Dieser Satz des lateinischen Dichters Quintus Horatius Flaccus überschrieb die feierliche Verabschiedung des stellvertretenden Schulleiters des Albert-Schweitzer-Gymnasiums Alfred Schäfer. 37 Jahre lang - und damit die gesamte Zeit als Lehrer nach dem Referendariat - war er am ASG tätig.

Nach einer musikalischen Einstimmung ehrte Guido Bösader als Vertreter des Kollegiums Alfred Schäfer in seiner Rede "In honorem Alfredi". Dabei betonte er unter anderem dessen lösungsorientiertes Vorgehen in Schulangelegenheiten und bezeichnete ihn als "unser aller Vorbild". Entsprechend gerührt und dankbar nahm Alfred Schäfer diese Ehrung an.

Als langjährige Schülermutter und Vorsitzende der Schulpflegschaft trat Uschi Mönch ans Rednerpult und blickte auf die vergangenen Jahre zurück. Sie lobte die hervorragende Zusammenarbeit mit Alfred Schäfer und dessen Bereitwilligkeit, immer und überall ansprechbar zu sein, auch wenn beide, wie sie schmunzelnd hinzufügte, nicht immer derselben Meinung gewesen seien.

Es folgten Abschiedsworte von Schulleiterin Birgit Willenbrink. Sie wies darauf hin, dass es auf den Tag genau 37 Jahren her war, dass Alfred Schäfer seinen Dienst am ASG antrat, und dankte ihm für seinen unermüdlichen Einsatz für die Schule. Die Überreichung der Entlassungsurkunde markierte dann ganz offiziell das Ende seiner Zeit als Lehrer und stellvertretender Schulleiter.

Dass dies kein einfacher Schritt für Alfred Schäfer war, merkte man ihm in seinen abschließenden Worten an die Schulgemeinde an. Immer wieder unterbrochen von Applaus, verlieh er seiner tiefen Dankbarkeit für die Zeit an seiner Schule Ausdruck und betonte, dass ihm in erster Linie das Wohl der Schülerinnen und Schüler am Herzen lag. Das Zitat von Albert Schweitzer, "Jeder Mensch geht uns als Mensch etwas an", habe ihm dabei immer als Richtlinie für sein Handeln gedient. Abschließend hob er noch einmal hervor, wie er das Zusammenspiel aller am Schulleben Beteiligten immer gesehen hat, nämlich als ein "Wir am ASG", und gab in diesem Sinne Kollegen, Eltern und Schülern seine guten Wünsche mit auf den Weg. Tosender Beifall und stehende Ovationen waren Ausdruck von Dankbarkeit und Wehmut auf beiden Seiten.

Den Abschluss der feierlichen Veranstaltung machte der erweiterte Lehrerchor, in dem Alfred Schäfer selber jahrelang Mitglied war. Beim Vortrag der umgetexteten Köln-Hymne "Mer han e Hätz för Alfred" übermannten die Emotionen nicht nur den Geehrten, sondern auch viele im Chor und im Publikum.

Mit Alfred Schäfers Verabschiedung ging eine Ära am ASG zu Ende. Die Schulgemeinde bedankt sich noch einmal bei einem Menschen, der die Schule im Laufe dieser langen Zeit verkörpert hat wie kein anderer und der sich, wie er selber sagte, in der Rolle des ewigen Zweiten stets wohlgefühlt hat.

 

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