Geschichte - Vom Gymnasium i.E. Sudetenstraße zum ASG mit bilingualem deutsch-spanischem Zweig

1974 –1978 Vom Progymnasium bis zur Genehmigung der Sekundarstufe II

Geplant war das heutige ASG nach langem Ringen als sog. Progymnasium mit Sekundarstufe I als Entlastung für das völlig überfüllte Gymnasium an der Bonnstraße. Aus diesem Progymnasium sollte irgendwann womöglich eine Gesamtschule entstehen. Diese Grundüberlegungen sollten auf Jahre hinaus wie ein Damoklesschwert über der neugegründeten Schule schweben und immer wieder für Aufregung innerhalb der Schulgemeinde sorgen. Da aber allem Anfang auch ein Zauber innewohnt, entwickelte der „kleine Bruder“(so Direktor Draaf vom Gymnasium Bonnstraße) von Beginn an eine ungeheure Dynamik. Die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die sich für das Gymnasium i.E. Sudetenstraße - denn dahin zog man nach einem Jahr um - entschieden, wuchs ständig. 1977/78, als auch der letzte Bauabschnitt des neuen Gebäudes fast fertig war, konnte man gar 6 Eingangsklassen 5a-f (f wie Flörken) bilden.

Möglicherweise hing dieser neuerliche Zuwachs mit der Entscheidung der Schulpolitiker zusammen, auch am Standort Sudetenstraße die Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe zu genehmigen. Allerdings war auch diese logische Konsequenz wiederum Ergebnis äußerst kontrovers geführter Debatten im schulpolitischen Raum der Stadt Hürth und darüber hinaus. Die Lehrerkonferenzprotokolle aus dieser Zeit geben beredtes Zeugnis davon.
War zwar nunmehr ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum vollausgebauten Gymnasium getan und schien auch die Gesamtschuldebatte zu verstummen, so drohte mit der geplanten Einführung der sog. Koop-Schule neues Ungemach. Denn das große und moderne Gebäude an der Sudetenstraße - als Schulzentrum geplant - schien wie geschaffen für die neue Schulform, in der Gymnasium Hauptschule und Realschule miteinander kooperieren sollten. Während die Koop-Schule für die Verfechter der Gesamtschule nur ein fauler Kompromiss war, stellte sie für die Vertreter des dreigliedrigen Schulsystems einen ersten Schritt in Richtung der nicht gewollten Einheitsschule mit der Gefahr der Vermassung und der Nivellierung nach unten dar.

asg2_400

Der Widerstand des Kollegiums unserer Schule gegen die Koop-Schule war natürlich auch vor dem Hintergrund der Konkurrenz und der wachsenden Rivalität zum Nachbargymnasium zu sehen, das dann als „reines“ Gymnasium im Vorteil zu sein schien. Schließlich wurde das Problem durch die gesetzliche Ablehnung der Koop-Schule gelöst. Dennoch sah sich der Schulträger dazu veranlasst, in einem Gespräch mit den beiden Schulleitern der Gymnasien ein Papier vorzulegen, in dem beide für die Zukunft ein kollegiales und konstruktives Miteinander vereinbarten.

 Schüler der ersten Stunde in Stotzheim (1975)

 

 

Copyright 2011 Geschichte. All Rights Reserved.
Joomla theme