Geschichte - Vom Gymnasium i.E. Sudetenstraße zum ASG mit bilingualem deutsch-spanischem Zweig

1979 –1985 Zeit der Konsolidierung

Nach den turbulenten Jahren des Aufbaus und der Unsicherheit setzte zu Beginn der 80er Jahre eine Phase der Konsolidierung ein. Das Gymnasium Sudetenstraße schien eine ganz normale Schule zu werden, in der Hürther Kinder mit ihren Lehrerinnen und Lehrern in Ruhe lernen und arbeiten konnten.

Mit großem Engagement und enormem Einsatz wurden auch außerunterrichtliche Schwerpunkte gesetzt, die bis heute einen Teil unseres Profils ausmachen und sich später in der Wahl des Schulnamens niederschlagen sollten. So entschied man sich 1983 nach längerer Diskussion für die Unterstützung einer Schulfarm in Simbabwe als gemeinsamem sozialem Projekt. Bereits bei den ersten beiden Bazaren erzielte die Schulgemeinde einen Betrag von 25000 DM, der komplett in das Förderprojekt floss.

Aber auch methodisch-didaktisch ging man in dieser Zeit neue Wege. Auf Initiative der SV wurde die 1. Projekt-woche 1981 zum Thema „Umwelt“ durchgeführt. Ein Vorhaben, das zunächst bei vielen durchaus auf Skepsis stieß. Die Ergebnisse jedoch, die am Ende des Projekts in einer Ausstellung im Rahmen eines Schulfestes gezeigt wurden, konnten sich sehen lassen. Ein Produkt war die Neugestaltung der Pausenhalle durch Schülerarbeiten, die der Schulträger im Rahmen des Projekts „Kunst am Bau“ finanziell förderte.


Eine letzte Bestätigung für den Erfolg ihre Arbeit erhielten die Schülerinnen und Schüler durch die Verleihung des Umweltpreises der Stadt Hürth.

Aber auch auf anderem Gebiet konnten Preise erzielt werden. Die neu gegründete Puppenspiel-AG errang 1983 in Bochum den Fritz-Wörtelmann-Preis. Im gleichen Jahr gelang den Tennisspielern gar der Gewinn der NRW-Meister-schaft für Schulen. Das 1. Abitur - auch für die meisten Lehrerinnen und Lehrer eine Premiere - wurde ausgesprochen erfolgreich durchgeführt. Hier entstand eine Tradition, die bis heute am ASG Bestand hat. Seit 1983 nämlich wird die Abitur-feier stets in einer Art „Dreiklang“ (so der heutige Schulleiter Hubert Ortmann) von Gottesdienst, feierlicher Ver-leihung der Zeugnisse und abendlichem Ball durchgeführt. Dabei ist es Ehrensache, dass die Stufen 11 und 12 die Bewirtung der Gäste übernehmen: ein Generationenvertrag.

1984 stand das 1. (kleine) Jubiläum an. In seiner Absprache zum zum 10-jährigen Bestehen erinnerte Schulleiter Kirsten etwas wehmütig an die ersten Monate in Stotzheim, in denen die Schule “stark vom Improvisieren“ gelebt hatte. Da konnten auch schon einmal des Nachbarn Schweine auf dem Schulhof zu Gast sein.
Bürgermeister Rudi Tonn brachte sozusagen als Gastgeschen 1. Preis für die künstlerische Gestaltung der Mauer am Villering durch Schülerinnen und Schüler der Kunstkurse mit. Die Stadt hatte den Wettbewerb für Schulen aus-geschrieben. Der Abend des Festtages stand ganz im Zeichen eines Balles, an dem auch ehemalige Schülerinnen und Schüler neben der aktuellen Schulgemeinde teilnahmen.

Doch korrespondierte auch während dieser Jahre dem internen Findungsprozess und der (scheinbar) ruhigen Ent-wicklung stets auch ein, z.T. diffuses, Gefühl der Beeinträchtigung durch äußere Einflüsse, die nicht steuerbar waren.

Während der innere Zusammenhalt durch gemeinsame Arbeit , gelungene Feste und Pädagogische Tage zu-sehends wuchs - Budberg und Ruppichteroth wurden zu geflügelten Worten, und später sprach man teils nostal-gisch, teils ironisch vom „Geist von Budberg“- während also im Innern eine echte Schulgemeinschaft wuchs, was bei der großen Zahl ständig neu hinzu kommender Kolleginnen und Kollegen nicht immer ganz einfach war, führten stets neue schulpolitische Debatten immer wieder zu einem Gefühl der Bedrohung vor allem bei den-jenigen, die sich für unsere Schule besonders engagierten und verantwortlich fühlten; und das waren nicht Wenige.

Ein Rückgang der Schülerzahlen in dieser Zeit schien nach Jahren des Wachstums ein Indikator zu sein für die Unsicherheit und Unklarheit, mit der unsere Schule in der Öffentlichkeit wahrgenommen wurde. So fehlte bereits der 10-Jahresfeier zumindest in der Rückschau etwas an unbeschwerter Heiterkeit und selbstbewusster Leichtigkeit.

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Szene der legendären Fortbildungsveranstaltung in Budberg im Jahre 1983; v.l.n.r.: Alfred Schäfer, Hubert Ortmann, Walter Henz, vorne:
Elisabeth Schmalz

 

 

 

 

 

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