Geschichte - Vom Gymnasium i.E. Sudetenstraße zum ASG mit bilingualem deutsch-spanischem Zweig

1991- 1996 Mit neuem Selbstbewusstsein in die 90er Jahre

Im Lehrerkonferenzprotokoll vom 25.3.1975 ist unter Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ lapidar vermerkt: „Die Frage nach einem Namen für die Schule wurde wegen der fortgeschrittenen Zeit nicht mehr behandelt“. 15 Jahre später - nicht zuletzt im Zusammenhang mit der Auseinandersetzung um die Gesamtschule - wurde diese Frage jedoch nach mehreren Diskussionsrunden in den Mitwirkungsorganen unter Federführung von Klaus Heinl auf höchst zufriedenstellende Weise beantwortet.

Am 23.9.1991 war es dann soweit. Seit diesem Tag kann sich unsere Schule, die bis dahin recht prosaisch Gymnasium Sudetenstraße hieß, mit dem Namen Albert Schweitzers schmücken, den Albert Einstein einmal als den größten Menschen des Jahrhunderts bezeichnete.

Mit Stolz stellte Schulleiter Kirsten fest: „Was bisher an dieser Schule, die zwar namenlos, aber nicht profillos war, geleistet wurde, hätte sicher die Zustimmung Albert Schweitzers finden können. Ihn wollen wir nicht enttäuschen.“
Diesem Auftrag versuchten alle Mitglieder der Schulgemeinde auch in den Jahren danach gerecht zu werden, und das Engagement wurde in Öffentlichkeit auch ausgesprochen positiv zur Kenntnis genommen. Anlässlich des 20-jährigen Schuljubiläums 1994 machte das „Hürther Wochenende“ mit dem Titel auf:“20 Jahre ASG – einmalig in der BRD“. Damit war zwar in erster Linie der bilinguale Zweig gemeint, aber auch die anderen Facetten unseres Profils wurden entsprechend gewürdigt.

Bei den Feierlichkeiten wurden verschiedene Schwerpunkte gesetzt. Eine Baumpflanzaktion auf dem Schulhof der Milos-Sovak-Schule in Stotzheim führte Schüler und Lehrer für einen Tag an ihre Wurzeln zurück.

Der Tag des Schulfestes begann mit einem Festakt am Morgen, bei dem das neue Schullogo feierlich enthüllt wurde und endete nach überaus fröhlichem Verlauf erst am Abend. Außerdem gab es zum ersten Mal einen großen Ehemaligenball, der solch starken Zuspruch erhielt, dass er beim 25-jährigen wiederholt werden sollte.
Ein besonderer Höhepunkt des Jubiläumsjahres war allerdings die Theateraufführung „Das Dschungelbuch“, an der über 180 Eltern, Lehrer und Schüler unter der Regie von Akka Wolfshohl in nie dagewesener Gemeinsamkeit und Gemeinschaft über Monate hinweg beteiligt waren. Insgesamt 14 Mal kam das Stück zur Aufführung vor stets ausverkaufter Aula, d.h. vor jeweils über 500 Zuschauern.

Wer allerdings geglaubt hatte, dass nach diesen ungewöhnlichen Anstrengungen zunächst einmal eine Ruhepause oder gar ein Rückgang der Aktivitäten, die über den Alltag hinausreichten, zu verzeichnen wäre, sah sich getäuscht. Einem wichtigen Element des damals noch ungeschriebenen Schulprogramms folgend, das im sozialen Engagement und in der Achtung der Natur bestand, wurde – inspiriert und forciert von Bruno Tuchscherer – ein neues Projekt in Angriff genommen, bei dem das ASG eine „Vorreiterrolle für Hürth“ (Kölner Rundschau vom 5.5.1995) übernehmen sollte. asg5

Ganz im Sinne Albert Schweitzers zeigte unsere Schule durch die Errichtung einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Gebäudes ihr Bekenntnis zu einem schonenden Umgang mit den Ressourcen unserer Erde.
Hier setzte sich eine Linie fort, die mit verschiedenen Dritte-Welt-Projekten begonnen hatte, die über die Erringung des Umweltpreises der Stadt Hürth, die Errichtung eines Feuchtbiotops führte und nicht zuletzt in der schon frühzeitig praktizierten Mülltrennung in Klassenräumen ihren Ausdruck fand.
Am 21.9.1996 wurde die sog. Solaranlage von Bürgermeister Rudi Tonn im Rahmen eines Schulfestes mit dem sinnigen Titel „Sonne und mehr – sol y mas“ eingeweiht. Eigens zu diesem Zweck war die Hürther Feuerwehr angerückt, um den Bürgermeister mittels einer Drehleiter auf das Schuldach zu hieven.

 

 

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