Die Ausweitung der Stundentafel führt an allen Gymnasien zu einer Verlängerung der Unterrichts­zeit über den Vormittag hinaus. Als Ganztagsgymnasium haben wir die Möglichkeit, das Lernen unter diesen Rahmenbedingungen optimal zu gestalten. So wollen wir im Sinne der individuellen Förderung jedes einzelnen Schülers Lernzeiten einführen, in denen Schüler selbstorganisiert in einem vorgegebenen Rahmen die Lerninhalte vor- und nachbereiten bzw. vertiefen können. So findet in diesen Lernzeiten neben den gezielten Übungs- und Vertiefungsphasen im Unterricht individuelles Lernen statt, das wiederum eng mit dem Regelunterricht verbunden sein wird. Die Lernzeiten ersetzen zum größten Teil die Hausaufgaben.

 

 

Vorteile in der Lernzeit sehen wir darin, dass

  • das Lernen durch Fachlehrer begleitet wird, wodurch die häusliche Belastung reduziert wird und die Schüler fachlich optimal nach ihren Stärken und Schwächen unterstützt werden können;
  • sie in den Vormittagsbereich integriert sind, was lernpsychologisch einem günstigen Zeit­punkt entspricht;
  • der Vormittag Entschleunigung erfährt, da die Lernzeiten im Schultag eines Schülers ein Arbeiten und Lernen nach individuellem Bedarf und Lerntempo darstellen

 

Leitgedanken Jahrgangstufe 5/6

  • Die Lernzeiten werden an die schriftlichen Fächer (D, M, E, S) gekoppelt werden, sie werden von den entsprechenden Fachlehrern der Klasse erteilt und sie stellen keine (!) Verlängerung des Fachunterrichts dar.
  • Es werden vier Lernzeiten vergeben, die sich wie folgt verteilen:Klasse 5:

Klasse 5:

  • Englischklassen: je 1 Stunde für Mathematik und Deutsch; 2 Stunden für Englisch
  • Spanischklassen: je 1 Stunde für Mathematik, Deutsch, Englisch und Spanisch

Klasse 6:

    • Deutsch, Englisch, Mathe, Spanisch/Latein/Französisch je 1 Stunde

 

  • Es werden in allen Fächern keine Hausaufgaben aufgegeben. Vokabellernen und das Vorbereiten auf Klassenarbeiten wird nach wie vor zuhause stattfinden.
  • Das „Minimalprogramm“ für die Lernzeiten wird jeweils im Lernplaner zur Transparenz für die Eltern notiert. Wenn Schüler ihr Pensum etwa aufgrund von Unkonzentriertheit in der Schule nicht schaffen, muss es zuhause fertiggestellt werden.

 

Leitgedanken Jahrgangstufe 7

Mit dem Schuljahr 2015/2016 geht der erste Jahrgang, der sich am ASG im Ganztag befindet, in die Mittelstufe. Evaluationen auf allen Ebenen bei Schülern, Kollegen und Eltern haben ergeben, dass wir an dem Konzept der Lernzeiten weiter festhalten wollen, und damit auch ganz dem Trend des Ministeriums folgen.

Während der Vorbereitungen für die Lernzeiten der Mittelstufe stellte sich nun das Problem der immensen Stundenfülle, wenn wir an der Klassenlehrerstunde aus der Erprobungsstufe sowie an dem Förderband der bisherigen G-8- Jahrgänge als zusätzliches Programm festhalten wollen. Dieses dann zu bewältigende Stundenpensum ist aber an den festzuhaltenden drei Langtagen aber nicht mehr zu bewältigen. Nach vielen Beratungen mit Eltern und Kollegen haben wir uns nun für folgendes Modell in der Jahrgangstufe 7 entschieden, was während des ersten Durchlaufes stetig evaluiert und weiterentwickelt werden soll:

  • Das Förderband sowie die Klassenlehrerstunde aus der Erprobungsstufe werden für die Klassen der Mittelstufe zugunsten der Einrichtung der Lernzeiten nicht mehr angeboten werden.
  • Deutsch, Englisch, Mathe und Französisch/Latein erhalten wie gewohnt eine Lernzeit nach bisherigem Verfahren.
  • Um die Lernzeiten weiterhin zu stärken, wird eine zusätzliche Stunde, die „Lernzeit plus“ am Ende der Woche eingeführt. Hier wird den Schülern noch einmal Raum gegeben, die an- und überfälligen Arbeiten aus dem Verlauf der Woche auf- und nachzubereiten. Diese Stunde findet verpflichtend im Klassenverband statt und wird von einem Lernzeitkollegen der Klasse geleitet.
  • Für alle Kinder, die sich mit der Jahrgangstufe 7 für den NIM-Schwerpunkt entschieden haben, gilt folgende Sonderregelung:Die inhaltliche Ausgestaltung der Lernzeiten wird auch im kommenden Schuljahr stetig evaluiert und weiterentwickelt, so dass wir jedem Schüler eine bestmögliche individuelle Förderung zukommen lassen können.
    • Die Mathe-Lernzeit entfällt zugunsten des NIM-Unterrichts. Die naturwissenschaftlich starken Schüler erhalten aber die Möglichkeit, die aus der Mathe-Lernzeit anfallenden Aufgaben am Dienstag  in der Nachmittagsbetreuung unter Anleitung/Hilfe nachzubereiten. Andernfalls können die Aufgaben auch in Eigenregie zu Hause bearbeitet werden. Auch die „Lernzeit plus“ entfällt bei den NIM-Kandidaten zugunsten der naturwissenschaftlichen Förderung, sodass die NIM-Kandidaten keine höhere Stundengesamtzahl haben als ihre Mitschüler.
  • Die inhaltliche Ausgestaltung der Lernzeiten wird auch im kommenden Schuljahr stetig evaluiert und weiterentwickelt, so dass wir jedem Schüler eine bestmögliche individuelle Förderung zukommen lassen können.
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